Die Geschichte der Zeitmessung

Eine Uhr. Jeder kennt diesen Alltagsbegleiter, doch was ist dieser per Definition? Eine Uhr ist ein Instrument, das die Zeit misst, Zeitsequenzen festhält und diese anzeigt.

Uhren gehören zu den ältesten menschlichen Erfindungen. Schon in der Schöpfungsgeschichte begegneten uns die irdische Notwendigkeit einer Messbarkeit der Zeit: „Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag“, heißt es bereits in dem ersten Buch Mose. Tag, Nacht, sowie Mondmonate und Jahreszeiten sind die natürlichen Zeiteinheiten. Aber Menschen brauchen auch Zeitbestimmungen, die viel kürzere und präzisere Zeitspannen als Tag und Nacht erfassen. Instrumente zur Zeitmessung, die mit mehreren physikalischen Prozessen arbeiten, werden schon seit Jahrtausenden verwendet.

Die allerersten Uhren arbeiten mit den Veränderungen aus der Natur: Beispielsweise Sonnenuhren zeigen die Zeit an, indem sie eine skalierte Fläche für die Schattenprojektion der Sonne bieten; sie zeigen den Stand der Sonne, also die Tageszeit. Eine weitere Uhr, die zu den ältesten Erfindungen zählt, ist die Wasseruhr, ein Zeitmessinstrument, das mit dem Verrinnen von Wasser in Gefäßen eine bestimme Vergleichbarkeit von Zeitspannen schafft. Genau arbeiten auch die Sanduhren, die heute noch Verwendung finden, meist als Zahnputz-Uhr für Kinder oder als dekoratives Element.

Auch „tierische Uhren“ sind seit jeher bekannt: Noch heute kennt man den Ausdruck: „Aufstehen beim ersten Hahnenschrei“. Der Hahnenschrei als Zeitmarke wird auch in der Bibel verwendet, so wird Petrus vorausgesagt, er werde Jesus drei Mail verleugnen, noch bevor der erste Hahn kräht.

Im 13. Jahrhundert wurde in Europa schließlich die mechanische Uhr erfunden und ist aus unserem Alltag absolut nicht mehr wegzudenken. Unser ganzen Leben richtet sich nach den Anzeigen des Ziffernblattes.

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